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"Auf der Insel wird ein permanenter Intensivkurs in der schwierigen Kunst des Nichtstun gehalten"... João Ubaldo Ribeiro
Itaparica,ist die mit 240km² grösste Meeresinsel Brasiliens. Sie ist trotz der Nähe zur Stadt noch ein wahres ökologisches Reservat mit reicher Flora und Fauna, schönen Stränden und ruhigem Wasser. Berühmt wurde sie als bevorzugtes Szenarium für die Romane des Schriftstellers João Ubaldo Ribeiro. Die 35km lange, von Palmen gesäumte Insel wirkt als natürlicher Wellenbrecher, sie schützt die zahlreichen Inseln und Flussdeltas der Allerheiligenbucht vor dem offenen Meer.
Itaparica wurde im 16.Jh. besiedelt, von der frühen Geschichte zeugen einige Kolonialgebäude im gleichnamigen Hauptort sowie die Festung von São Lourenço und eine Kirche gleichen Namens aus dem Jahre 1610. Als die portugiesische Kolonie noch umkämpft und Salvador Hauptstadt Brasiliens war, spielte Itaparica wegen ihrer strategisch günstigen Lage eine wichtige Rolle. Die Engländer und Holländer besetzten sie mehrmals bei ihren Versuchen, die Stadt Salvador zu erobern.
Itaparica lohnt sich immer für einen ruhigen Ausflug unter der Woche oder für einen Kurzurlaub. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es zwar nicht, dafür locken lange Strandwanderungen, reiches Grün, Badestrände und einfaches, aber sehr gutes Essen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, zu dieser Insel zu gelangen. Von Salvador aus verkehren regelmässig Fähren, die für die Überfahrt 45 Minuten brauchen. Sie können auch zur anderen Seite der Bucht fahren, wo die Insel durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. In den 70er Jahren avancierte Itaparica zum beliebten Wochenendziel für begüterte Soterapolitanos. Für viele wohlhabende Familien ist es üblich, den Sommer auf der Ilha zu verbringen.
Die Insel wird ausschliesslich landwirtschaftlich und touristisch genutzt: Zuckerrohr, Weizen, Rinderzucht, Fischfang. Die Früchte von Itaparica, insbesondere Mangos und Cajú sind heute für ihren feinen Geschmack in ganz Bahia berühmt. Der Cajú-Baum liefert nicht nur die Frucht, sondern auch die Cashew-Nuss.
Quelle: Brasilien.de



